<aufs ängste vertraut>

bis 27. Mai 2019: GEDOK FFm. im Atelierhaus Darmstadt

Nicola Barth, Maria Cornelia, DeDe Handon, Anja Hantelmann, Renate Kindel, Ulrike Markus und Iris Welker-Sturm

Vernissage Freitag, 3. Mai 2019, 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Sonja Sandvoss (Kunsthistorikerin und Vorsitzende der GEDOK FrankfurtRheinMain).

aufs ängste vertraut sind den Künstlerinnen Menschen, Körper und Gefühle, Familie, Umwelt und Kultur.
Das Vertraute gibt eine gewisse Sicherheit und Zuversicht. Wenn aber Körper ihre Verletzlichkeit und Vergänglichkeit zeigen, wenn Fürsorge in Aggression umschlägt, Beziehungen fragil werden oder in nächster Nähe Gewalt einbricht, wenn Menschen sich ausgegrenzt fühlen, die Umwelt zunehmend zerstört wird und Elemente außer Kontrolle geraten, wird das Vertraute fragwürdig und die Sicherheit wird erschüttert.

Eine Ausstellung der Gedok Frankfurt RheinMain
in Kooperation mit dem Atelierhaus Darmstadt.

Die GEDOK ist das älteste und europaweit größte 
Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten. 1926 von
Ida Dehmel gegründet, zählt der Berufsverband heute 
rund 3.600 Mitglieder in 24 deutschen Städten
und Regionen sowie in Wien.

Öffnungszeiten: 
jeweils Freitag – Sonntag von 16 – 19 Uhr

Nicola Barth

Das Unbestimmbare und der Wandel in Form und

Gestalt ist Leitmotiv der künstlerischen Arbeit von

Nicola Barth.

Sie zeigt in ihren weitgehend gegenstandslosen

Ölmalereien flüchtige Momentaufnahmen, die eine

Idee des physischen Körper als mikroskosmotisches lebendiges Universum geben können. Außerdem surreale Fotomontagen die auf inwendige Prozesse hindeuten, die sich oft der bewussten Kontrolle und Einsicht entziehen. Daher gilt es ihnen „aufs ängste zu vertrauen“.

Ulrike Markus
Die vier Wandobjekte der Serie Plastic Surgery sezieren den Berührungspunkt zwischen unserem Körper und der Umwelt.
Unsere Erfahrungen dringen nicht nur in tieferliegende Hautschichten ein, sie offenbaren auch mit aller Härte die eigene 
körperliche Fragilität. Narben und Brüche sowie die Spuren einer unbekannten Vergangenheit zeigen sich ebenfalls im
Material. Hauchdünne Porzellanplatten und dicke Glassplitter haften allein durch das erstarrte Wasserglas auf den gefundenen 
Dämmplatten. Zeit und Zufall bestimmen nicht nur die organische Molekularstruktur der Pigmentlache, sondern spielen auch 
in den keramischen Prozessen eine wichtige Rolle. Radikal wird die eigene Verletzbarkeit dem Risiko ausgesetzt, jederzeit 
weitere Beschädigungen von außen zu erfahren.